Did I get stuck on the beach in the FourX wheelchair?
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- vor 3 Stunden
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Die meisten Nutzer von Elektrorollstühlen versuchen gar nicht erst, an den Strand zu fahren. Und das aus gutem Grund. Ein schmaler Reifen versinkt im weichen Sand. Der Motor fängt an zu heulen, das Rad dreht sich nur noch auf der Stelle. Kommt dann noch eine Steigung hinzu, sitzt man richtig fest. Ich wollte wissen, ob es mit dem FourX genauso enden würde. Also fuhr ich zu der Stelle, an der die meisten Leute umkehren.
Sand ist ein schlechter Untergrund – ein Gefälle macht es noch schlimmer
Auf Asphalt hat der Reifen Grip. Auf weichem Sand hingegen nicht: Ein schmaler Reifen gräbt sich ein, schiebt eine kleine Sandwelle vor sich her und bleibt stehen. Je stärker man Gas gibt, desto tiefer gräbt man sich ein.
Eine Steigung macht die Sache knifflig. Das Gewicht verlagert sich auf eine Seite, und genau an dem Rad, das einen eigentlich vorwärtsziehen sollte, geht die Bodenhaftung verloren. Bergauf braucht man Drehmoment, bergab braucht man Kontrolle – und in beiden Fällen rutscht einem der Boden unter den Rädern weg. Genau in dieser Kombination bleiben viele sogenannte Geländerollstühle auf peinliche Weise stecken.
Und hier kommt die Überraschung: Der FourX fährt mit schmalen Reifen.
Man könnte meinen, dass man weichen Sand nur mit riesigen Offroad-Reifen bewältigen kann. Genau das machen viele Geländewagen: Sie sind mit breiten, klobigen Stollenreifen ausgestattet, die oft einen Durchmesser von 5 bis 6 Zoll haben. Dahinter steckt die Idee, durch die Größe mehr Grip zu erzielen – je breiter und klobiger der Reifen, desto besser gleitet er über den Sand.
Der FourX ist serienmäßig mit 3-Zoll-Reifen (ca. 7,6 cm) ausgestattet. In vielen Fällen ist das kaum die Hälfte der Breite eines typischen Geländestuhls. Und trotzdem hat er diesen Hang bewältigt.
Warum? Weil die Bodenhaftung nicht allein von der Reifenbreite abhängt. Sie ergibt sich aus dem Gesamtpaket: ausreichend Drehmoment an jedem Rad, ein niedriger Schwerpunkt und eine ausgewogene, leichte Bauweise, die weder auf schrägem Untergrund umkippt noch zu tief in den Sand einsinkt. Der Reifen allein kann diese Aufgabe nicht bewältigen.
Und genau darum geht es. Breite Offroad-Reifen haben in der Stadt ihre Nachteile: Ein großer, grober Reifen ist in Innenräumen unhandlich und gehört in den Wald, nicht in einen Laden. Viele All-Terrain-Rollstühle werden genau aus diesem Grund letztendlich nur im Freien genutzt. Mit den schmaleren Reifen des FourX gelangen Sie mit derselben Konfiguration sowohl an den Strand als auch in die Stadt – in den Laden, in den Aufzug, an einen Restauranttisch. Kein Radwechsel, kein separater Rollstuhl für den Innenbereich.
Der Test
Ich habe mir absichtlich die schlechteste Stelle ausgesucht: trockener, lockerer Sand, in den der Fuß einsinkt, an einem Hang. Also nicht der feste, nasse Sand an der Wasserlinie, wo so gut wie alles durchkommt.
Ich fuhr hinein und wartete. Darauf, dass die Räder durchdrehen. Darauf, dass der Schwung nachlässt und sich der Rollstuhl festsetzt, während er sich sein eigenes Loch gräbt.
Das war nicht der Fall.
Dieser Moment ist nie gekommen. Überzeugt euch selbst – hier ist das Video, in dem der FourX durch weichen Sand fährt, inklusive Steigung und allem:
Der Strand war also doch kein Hindernis. Es war einfach ein Ort, den man erreichen kann, sobald das Fahrzeug richtig gebaut ist – und von dort aus kann man mit demselben Rollstuhl direkt in die Stadt fahren.
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